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02.06.26

[Rezension] Slumdogs

 

„Slumdogs“ ist ein kleines Heft, das verspricht „schnelle Regeln für Chrom, Chrews und Chaos“ zu liefern. So sagt es das Cover. Einen Klappentext gibt es nicht, aber das Coverbild lässt erahnen, dass es um Cyberpunk geht. 

„Slumdogs“ ist ein weiteres Hobby-Projekt von Seba (Sebastian Hahn), das es in den Druck geschafft hat. Was bei „Mini D20“ noch deutlich auf dem Cover stand, versteckt sich hier schüchtern im Impressum: Die Webseite www.kritischer-fehlschlag.de, eine Seite, die sich mit vielen Artikeln und Download-Material mit dem Thema Old-School-Rollenspiel beschäftigt. Dort findet man das Spiel als kostenlosen Download. Auf das farbige Cover muss man hier zwar verzichten, doch Text und Layout sind komplett. Insofern stört auch hier der fehlende Klappentext kaum, denn man kann sich das Spiel vor einem Kauf in Ruhe anschauen.

Das wenige Zeilen lange Vorwort verrät, an wen sich das Spiel richtet: „Für Fans, die auch bei leichten Regeln nicht auf mehrere Hände voller Würfel verzichten wollen.“ Cover und Texte beschreiben erstmal nur den Cyberpunk, doch spätestens wenn wir bei der Charaktererschaffung auf Elfen und Orks stoßen und bei den Boostern (Cyberware und andere coole Charaktereigenschaften) Zauber auftauchen, ist klar, dass besonders Shadowrun-Fans ihre Freude haben werden, denen das alte und beliebte Spiel zu kompliziert geworden ist. 

„Slumdogs“ richtet sich an eine erfahrene Spielleitung. Hier werden keinerlei Grundlagen erklärt. Wir müssen wissen, wie ein Rollenspielkampf funktioniert und was es bedeutet, einen Fertigkeitswurf durchführen zu müssen. Das sehe ich in diesem Fall als großen Vorteil an, denn die 30 Seiten sind übersichtlich und schnell überflogen, sodass ich in 15 min weiß, wie ich spielen muss und vermutlich sogar schon einen Charakter fertig habe. Proben werden mit einer Anzahl von W6 durchgeführt, die der Summe eines Attributs und einer Fertigkeit entspricht. Jede 5 oder 6 ist ein Erfolg. Wie viele Erfolge für eine gelungene Probe notwendig sind, hängt von der Schwierigkeit ab. Man kann Punkte des Attributs Grit ausgeben, um alle Misserfolgswürfel noch einmal zu würfeln. 

Ein Charakter besteht aus 6 Attributen (mit Werten 1 bis 6), einer Spezies (Mensch, Elf, Ork, …), Hitpoints, Vor- und Nachteilen (aus einer übersichtlichen Liste auswählbar), Ausrüstung und Boostern (Cyberware oder Zauber). Die Listen sind überschaubar und übersichtlich: Booster und Ausrüstung je eine Doppelseite, eine Seite Vor- und eine weitere Nachteile. Die Hacking-Regeln passen auf eine halbe Seite, für Drohnensteuerung (was in Shadowrun wohl dem Riggen entspricht) genügen sogar ein paar Zeilen. Die zweite Hälfte des Heftes wird von Weltbeschreibung (ein paar Konzerne, NSCs und Gangs), Tabellen für die Abenteuererschaffung und ein paar fertigen SC gefüllt. 

Und das war es auch schon. Alles ist kurz und wirkt aus einem Guss. Da viel Freiheiten gelassen werden, wie es sich für ein Old-School-Rollenspiel gehört, dürften Anpassungen am Spieltisch problemlos vonstatten gehen. Ohne es gespielt zu haben, macht „Slumdogs“ auf mich den Eindruck, dass man sich jedes beliebige Shadowrun- oder andere Cyberpunk-Abenteuer nehmen und damit spielen kann. Konvertierungsregeln gibt es nicht – nirgendwo wird erwähnt, dass „Slumdogs“ ein anderes Spiel ersetzen oder simulieren will – aber Werte sind schnell aus dem Hut gezaubert. Die erfahrene Spielleitung dürfte damit keine Probleme haben.

Das Layout ist einfach, aber hübsch. Es wird recht viel mit weißer Schrift auf schwarzem Grund gearbeitet, was mich normalerweise sehr stört. Hier stört es die Lesbarkeit kaum und lockert die Seiten auf angenehme Weise auf. Wer seinen Drucker schonen will, hat ja jetzt die Möglichkeit, das Heft käuflich zu erwerben. 

Ich mag Cyberpunk. Heutzutage scheint es eher eine Randerscheinung in der Rollenspiel-Landschaft zu sein. Wenn ich irgendwann mal die Gelegenheit habe, mich in Neon und Chrom zu bewegen, versuche ich „Slumdogs“ ins Spiel zu bringen. Mir macht das Heft große Freude. 

Fazit: „Slumdogs“ bietet auf 30 A5-Seiten ein komplettes, regelleichtes Cyberpunk-RPG mit Elfen, Orks und Magie für erfahrene SL und Spielgruppen mit beliebiger Spielerfahrung. Es benutzt ein W6-Pool-System. Die Regeln sind übersichtlich, hübsch aufbereitet und bieten alles, was man braucht. Wer sich ein Bild verschaffen will, findet unter www.kritischer-fehlschlag.de ein kostenloses PDF. Empfehlung!

Slumdogs
Grundregelwerk
Sebastian Hahn, CrlBox, Subway
Uhrwerk Verlag 2026
ISBN: 978-3-95867-330-4
30 S., Heft mit Klammerheftung, deutsch
Preis: EUR 11,95 oder kostenloses PDF

[Die Rezension wurde für den Ringboten erstellt. Der Verlag stellte mir netterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.]

23.05.26

[Rezension] Mini D20

„Mini D20“ ist ein kleines vollständiges Rollenspiel mit „Old-School-Vibes“. Wer ein einfaches Fantasy-Rollenspiel sucht, das sie oder er mit den Kindern spielen oder mal schnell rausholen kann, wenn die normale Runde ausfällt, sollte sich das Heftchen ruhig genauer anschauen.

Das Spiel ist ein dünnes Heft. DIN A5, Klammerheftung und außer dem roten Titel und ein paar roten Tabellenlinien komplett in schwarzweiß. Das Cover gibt ganz gut wieder, was optisch im Heft zu erwarten ist: niedliche Comiczeichungen und dazu passend ein Layout in Hobbystandard. Das Heft sieht so aus, als wäre es aus Begeisterung für einen Blog entstanden und nun unverändert gedruckt beim Uhrwerk Verlag erschienen. Und genauso ist es auch passiert. Autor Seba (Sebastian Hahn) ist sehr aktiv auf dem Old-School-Blog www.kritischerfehlschlag.de, wo Old-School-Rollenspiel propagiert wird und regelmäßig interessante Artikel mit Theorie, Hintergründen und Spielmaterial veröffentlicht werden.

Was inhaltlich geboten wird, muss man allerdings raten, wenn man nur das Heft sieht. Statt Klappentext findet man eine weitere Zeichnung, in der eine Gruppe von Abenteurern vor einem Drachen steht. Zumindest gibt das eine Richtung vor. Der Untertitel des Spiels lautet ein wenig nichtssagend „Ein Rollenspiel von Seba“. Auf dem Cover wird auf den Blog verwiesen und wer dort nachschaut, findet nicht nur einen kostenlosen Download des Heftes als PDF, sondern auch drei Abenteuerhefte. (Zwei davon gibt es ebenfalls gedruckt vom Uhrwerk Verlag.) Niemand muss also „die Katze im Sack“ kaufen.

Das Vorwort erklärt dann aber doch, worum es genau geht. Es ist die Antwort auf die Frage: Was kommt dabei heraus, wenn ein begeisterter OSR-Fan, der Ahnung von der Materie hat, ein Rollenspiel schreiben will, das noch besser für Anfänger und Kinder geeignet ist als das ursprüngliche D&D. OSR steht übrigens je nachdem, wen man fragt, für Old-School Renaissance, Revival oder Roleplay und beschäftigt sich grob gesagt, mit der Rückbesinnung auf die Spielweisen der ersten D&D-Editionen – obwohl bei der Definition die gleiche Einigkeit herrscht, wie bei der Bedeutungsauslegung der Abkürzung. 

Autor Seba (der mir netterweise ein Belegexemplar des Heftes zur Rezension geschickt hat) war wichtig, dass alles aus einem Guss ist. Nur ein W20 kommt zum Einsatz, kein anderer Würfel. Es muss immer hoch gewürfelt werden. Es gibt die vier üblichen Charakterklassen (Magier, Dieb, Kämpfer, Kleriker), Ausrüstung, Zaubersprüche, Monster, Tipps und ein Einstiegsabenteuer. Jede Charakterklasse hat eine Auswahl aus 8 zur Klasse passenden Fähigkeiten (bei den Magiekundigen sind das einfach die zur Verfügung stehenden Zauber). Ungewöhnlich ist, dass auf die üblichen 6 Attribute (Stärke, Geschicklichkeit usw.) zugunsten von Fertigkeiten (Nahkampf, Akrobatik, Einschüchtern usw.) verzichtet wird. „Echte“ OSR-Fans raufen sich vermutlich die Haare, aber das funktioniert gut und ist für Neulinge vermutlich leichter zu begreifen als die Attribute. Entfernungen werden abstrahiert. Der Waffenschaden ist eine feste Zahl, wenn man beim Angriff allerdings besonders gut würfelt, gibt es Extraschaden. 

Obwohl es klare Unterschiede zum „üblichen“ OSR gibt, wie z. B. die Fertigkeiten, entsteht ein vergleichbares Spielgefühl. Am Ende sind es ja meist die Abenteuer, die den Unterschied ausmachen. Die Regeln sind trotz der Abweichungen kompatibel zu alten D&D-Auflagen – und ebenso zum aktuellen D&D. Die Figuren sind bei Erschaffung stärker als „früher“, laut Vorwort entsprechen sie ungefähr alten Stufe-4-Charakteren und Stufenanstiege sind bei „Mini D20“ größere Sprünge. Wie das im Vergleich zum aktuellen D&D ist, wird nicht erwähnt.

Die zweite Hälfte des Heftes ist ein Sammelsurium aus SL-Tipps, zusätzlichen Regelungen (z. B. eine Tabelle mit Auswirkungen von Sauftouren, wenn die SC das ergatterte Geld verprassen), eine Doppelseite über eine kleine Spielwelt, eine kurze Namensliste, Kampagnen- und Dungeon-Themen in Tabellenform und ein Einstiegsabenteuer zum sofortigen Loslegen. Eine kleine Liste mit Dingen, die in einem Dungeon nicht fehlen dürfen hilft bei Eigenentwicklungen.

Mir gefällt das Heft gut. Ich hatte nach der Lektüre jedenfalls direkt Lust, mir einen Magier zu basteln und loszulegen.  Was man nicht findet, sind Erklärungen für Anfänger. Das Spiel ist sehr gut geeignet, um Neulinge ins Spiel zu bringen, wenn eine Spielleitung da ist, die sich bereits mit dem Hobby auskennt. Es aber einer völlig unerfahrenen Gruppe in die Hand zu drücken, führt vermutlich zu fragenden Gesichtern.

Wenn mir etwas nicht gefällt, ist es das Layout. Bedenkt man, vor welchem Hintergrund das Spiel entstanden ist, fällt es mir schwer, das zu kritisieren, aber ein Blick von irgendjemandem, die oder der sich mit Layout auskennt, wäre hilfreich gewesen. Die gewählte Schriftart für den Fließtext wirkt etwas zu eng. Der Zeilenabstand ist ebenfalls recht eng. Es hilft auch nicht gerade, dass fast jede Seite eine der niedlichen Zeichnungen als Wasserzeichen hinter dem Text hat. Das Seitenbild ist aus diesen Gründen unaufgeräumt und schlechter lesbar als nötig wäre. Die Zeichnungen selbst treffen genau, was das Spiel will und gefallen mir sehr gut. Es wäre schön, wenn sie sich nicht hinter dem Text verstecken müssten.

Fazit: „Mini D20“ ist ein kleines, einfaches Rollenspiel mit tollem Design und Layout auf Hobbyniveau. Es ist innerhalb von 5 Minuten zu begreifen, liefert alles, was man braucht und lädt zum sofortigen Losspielen ein. Neben der gedruckten Kaufvariante gibt es ein kostenloses PDF auf www.kritischerfehlschlag.de.

Mini D20
Grundregelwerk
Sebastian Hahn, Lars Gawronsky, Grody Higgins, Dean Spencer
Uhrwerk Verlag 2026
ISBN: 978-3-95867-331-1
42 S., Klammerheftung, deutsch
Preis: EUR 12,95

[Die Rezension wurde für den Ringboten erstellt. Der Verlag stellte mir netterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.]

17.06.18

One Page Dungeon Conest 2018 - 161 Abenteuer für umsonst!

Ich habe gerade entdeckt, dass der diesjährige OPDC fertig ausgewertet wurde. Aus den 161 Einsendungen wurden die Gewinner festgelegt. Die Abenteuer sind immer einen Blick wert!


11.01.18

Richtig gutes Abenteuer - kostenlos

Ich fahre seit einiger Zeit ziemlich auf die OSR und allem, was dazugehört, ab - nicht zuletzt weil ich mit System Matters einen OSR-Podcast mache. Man lernt bei solchen Gesprächen viel über sich und die Spielart, die man bespricht.

Daniel war so nett, mich auf ein richtig gutes Abenteuer aufmerksam zu machen. Ich googelte also, wo ich es kaufen kann und musste zu meiner Überraschung feststellen, dass es kostenlos ist. Es soll sogar demnächst eine gedruckte Version über Lulu geben - zum Selbstkostenpreis.

Das Abenteuer ist ein klassischer Dungeon. Aber ein guter! Er zeigt, wie ein guter Dungeon aussehen kann. Ein richtig tolles Ding. Auf nur 16 Seiten wird hier ein Abenteuer von ansehnlicher Länge präsentiert. Ich würde vermuten, dass es an einem Spielabend nicht zu schaffen ist.

Großes Kompliment an die Macher.

Hier ist der Link zum Download für The Hyqueous Vaults.

Falls sich jemand wundert, was das heißen soll, meinen kurzen Nachforschungen zufolge gibt es das Wort Hyqueous nicht. Es sollte es aber geben.

29.09.17

Angelzeit: Kostenloses und vielfach gelobtes Abenteuer

System Matters, der sympathische Verlag, hat mal wieder ein kleines Schmankerl für die Fans. Das englische Abenteuer Gone Fishin' fiel mir das erste mal auf, als es irgendwo lobend erwähnt wurde. Danach stieß ich immer wieder mal auf ähnliche positive Anmerkungen dazu. Als ich gebeten wurde beim Lektorat einer Übersetzung davon zu helfen, war ich gern dabei. Das Ergebnis heißt Angelzeit und kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Das Abenteuer arbeitet mit klassischen OSR-Gegnerwerten mit aufsteigender Rüstungsklasse. Swords and Wizardry (PDF kostenlos) bietet sowohl aufsteigende als auch absteigende Rüstungsklassen, Basic Fantasy (PDF kostenlos) aufsteigende. Beyond the Wall eignet sich natürlich auch. Wer bisher nur die absteigende RK kennt, lässt sich mit einer Googlesuche die einfache Umrechnung erklären.

Das Abenteuer selbst bietet viele gelungene Zufallstabellen (die abgesehen von netten Ideen auch eine interessante Innovation beinhalten). Es geht ausnahmsweise mal nicht um eine Welt- oder Stadtrettung, sondern um die Jagd auf einen riesigen Hecht. Mir ist durchaus bewusst, dass das nach DSA-artigem "Bällchen werfen" klingt. Das Abenteuer baut aber eine erstaunlich dichte Stimmung auf und bietet viele verschiedene Begegnungen, die niemanden langweilen dürften. Natürlich bin ich nicht neutral.

Das Abenteuer bekam neue Bebilderung und Layout. Mir wurde zugeflüstert, dass eine druckerfreundliche Version in Arbeit ist. Sollte bis dahin jemand Tipp- und andere Fehler finden, werden diese bestimmt berücksichtigt.

Hier geht es zum Download.

14.09.16

Kostenloses Zombierollenspiel: Age of the Dead

Mein Kumpel und Exspielleiter Swen hat mal wieder still und heimlich die Rollenspiellandschaft bereichert.

DS Aventurien III:

Die Version 2 ist schon eine ganze Weile im Netz. Wir haben sie lange gespielt und eine Menge Spaß damit gehabt. Swen hat dafür den Regelkern von Dungeonslayers genommen und eine komplette, ausführliche Konvertierung für DSA vorgenommen. Er hat (mit dem Segen von Ulisses) jeden einzelnen Zauber, jede Liturgie und auch praktisch alles andere einmal angefasst und für seine DS-Version konviertiert. Heraus kam ein beeindruckendes Buch, in dem mehr Arbeit steckt, als man sagen kann.

Da es aber natürlich trotzdem einige Kleinigkeiten zu verbessern gab (das Balancing der Stufenanstiege stellte uns z. B. nicht 100%ig zufrieden), setzte er sich dran und erschuf Version 3, die "finale" Version. Dazu führte er die beiden Attributsgruppen "Attribute" und "Eigenschaften" zusammen (womit er sich ein wenig von DS entfernte), veränderte die Charaktererschaffung, die Handhabung der Talente und vieles mehr. Damit macht er einen großen Schritt Richtung DSA. Die Talente basieren nun auf drei Eigenschaften (mit dem beigefügten Excel-Charakterbogen wird der Wert automatisch ermittelt), es wird aber - Hurra! - nur einmal gewürfelt.

Es ist einfach geblieben und vielleicht die Version von DSA, die viele gern spielen würden, denen das Original zu kompliziert ist.

Hier ist der Download auf der Facebookseite von DS Aventurien. (Alter Schwede, kann man eigentlich auch zu einem Post verlinken, ohne dass diese doofe Fotoseite aufgeht?)

Age of the Dead:

Irgendwann beschloss die Gruppe - alle angestachelt von unser aller Lieblings-Zombie-Serie -, dass sie Zombies metzeln will. Also nahm Swen das DS-Aventurien-Regelwerk und baute ein Zombierollenspiel daraus. Da es Vor- und Nachteile und verschiedene Berufe gibt, benötigt man ein paar Minuten länger für die Charaktererschaffung, als man das von einigen anderen Zombiespielen kennt, insgesamt bleibt es aber absolut im Rahmen. AFMBE ist beispielsweise komplexer. Swen hat ein paar sehr geschickte Entscheidungen zu Hintergrund und Spielsystem getroffen und ein kleines Buch erschaffen, das auf 50 Seiten alle Regeln, die Charaktererschaffung einschl. aller Listen, der Ausrüstung und Gegnerwerte liefert.

Der Downloadlink führt wieder zur entsprechenden FB-Seite.

13.09.16

Der Malmstum ist da

Dass eine neue Version des großartigen auf Fate basierenden aufwendig designten Sword-and-Sorcery-Rollenspiels erschienen ist, ist keine "News". Eben gerade ist aber mein Autorenexemplar eingetrudelt.


(Das Foto ist zu hell, anders kommt leider die coole rote Rune nicht zur Geltung - jedenfalls nicht bei den Lichtverhältnissen in meinem Zimmer.)


Das Buch ist toll geworden. Das Papier fasst sich gut an, der Goldschnitt veredelt das Buch, die Bindung ist gut und der Druck selbst ist auch hervorragend. Dass Layout und natürlich die reichhaltige Bebilderung ebenfalls großartig sind, weiß jeder, der die kostenlose Version heruntergeladen hat.

Mein eigener Beitrag ist eher zu vernachlässigen, soll hier aber nicht verschwiegen werden, denn ich bin natürlich nicht neutral. Dass Bindung und Papier gut sind, müsst ihr glauben, vom Rest könnt ihr euch selbst überzeugen. Die Schwarzweißversion ist immer noch kostenlos :-)

25.08.16

Fundamentaler Malmsturm - for free, baby!

Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern. Malmsturm - Die Fundamente ist im Webshop vom Uhrwerk-Verlag erhältlich. Mein Beitrag zu dem großartigen - wunderhübschen und toll designten und geschriebenen - Buch ist fast schon peinlich gering. Er bestand mehr oder weniger aus: "Klar!", als mir die Frage gestellt wurde, ob ich etwas dagegen hätte, wenn meine Spielleitertexte aus der ersten Edition gekürzt übernommen würden. Ich freue mich trotzdem, im Buch zu stehen.

Die Papierversion halte ich noch nicht in den Händen, konnte aber schon einen Blick in die PDFs werfen. Ich bin beeindruckt. Wer selbst einen Blick riskieren will: Es gibt eine kostenlose Downloadversion. Sie ist zwar nur schwarzweiß, aber komplett.

Download: Malmsturm - Die Fundamente (free)
Mehr Infos (einschl. Links zum Kaufen): Hier



29.03.16

Ein paar Downloads

Auf meinem alten Blog fliegen ein paar Downloads herum, von denen ich denke, dass sie auch so lange nach ihrer ersten Veröffentlichung noch interessant sein können. Ich habe rechts die Seite Downloads eingerichtet und angepasst, damit sie nicht ganz verloren gehen. Besonders die zwölf Kurzschocker, die ich damals mit Dominik zusammen gemacht haben, sind es meiner Meinung nach immer noch wert, nicht ganz vergessen zu werden. Ihr mögt anderer Meinung sein :-)

28.03.16

Ein Toast! (kostenloses Fantasy-Abenteuer)

Es gibt wenig wirklich herausragende Rollenspielautoren. S. John Ross (Uresia, Risus, diverse GURPS-Bücher, ...) gehört definitiv dazu. Vor langer, langer Zeit hatte er eine Kickstarter-Kampagne, mit der er kostenlose Abenteuer finanzieren wollte. Wie üblich war sie viel erfolgreicher als erwartet und statt einem 8-Seiten-Abenteuer kamen 5 Abenteuer zwischen 32 und 16 Seiten heraus. Das erste davon ist (auch wie üblich total verspätet) vor gar nicht langer Zeit ferig geworden.

Toast of the Town ist ein kostenloser Download auf der Webseite von Ross' kleinem Verlag. Es ist liebevoll illustriert, enthält eine wunderhübsche Stadtkarte, ein paar Seiten Hintergrundinformationen über die Gegend, in der das Abenteuer spielt und das Abenteuer selbst, das zeigt, wie man ein Nicht-Railroading-Abenteuer aufbauen kann. Nur kurz ist es nicht, auch wenn Kürze ja zurzeit extrem in Mode ist. Das sind einige Seiten, die gelesen werden müssen für gerade mal einen einzigen Spielabend. Aber das Lesen macht Spaß. Kürze ist halt nicht alles.

Das Abenteuer wird mit einem Spickzettel abgeschlossen: eine Seite, auf der alles Wichtige noch einmal zusammengefasst ist. Sowas sollte Pflicht werden für alle, die gut benutzbare Abenteuer schreiben wollen.

Als Regelwerk benutzt das Abenteuer übrigens Risus. Das ist nicht nur kostenlos und extrem gut, es hat auch nur vier Seiten. Und es ist so angelegt, dass eine Konvertierung auf andere Systeme extrem einfach ist.